Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen im Alltag
Vergesslichkeit und mangelnde Konzentration werden oft als Schwächen oder mangelnde Disziplin angesehen. Je älter wir werden, desto eher werden kleinere Erinnerungslücken mit Demenzerkrankungen in Verbindung gebracht. Beides ist nicht korrekt. Dass uns Kleinigkeiten entfallen oder der Fokus mal abschweift, ist normal. Gerade in einer Zeit, die ständig Aufmerksamkeit verlangt und eine permanente Informationsflut liefert, erzwingt das Gehirn kurze Verschnaufpausen.
Stress, Überforderung und Erschöpfung verstärken diese Phänomene ebenso wie Schlafstörungen oder Stimmungstiefs. Der Verstand hilft uns so, die ohnehin bestehende Reizüberflutung einzudämmen. Je älter wir werden, desto langsamer laufen Prozesse im Körper von Natur aus ab. Das gilt auch für Denkprozesse und Erinnerung. Eine verminderte Merkfähigkeit und eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne müssen noch keine Anzeichen für eine Erkrankung des Gehirns anzeigen.
Wann besteht Verdacht auf eine Demenz-Erkrankung?
Wenn Sie zu den Menschen gehören, die regelmäßig ihren Schlüssel suchen, ist das vermutlich Teil Ihrer persönlichen Art und hat nichts mit mangelnder geistiger Gesundheit zu tun.
Demenz wird erst dann zum Thema, wenn Menschen, die normalerweise gut organisiert sind, sich plötzlich ohne erkennbaren Grund nicht mehr zurechtfinden. Muss beispielsweise plötzlich gehäuft nach Alltagsgegenständen gesucht werden, oder kommen vermehrt Erinnerungs- und Gedankenlücken im Alltag zum Vorschein, so kann das ein Alarmsignal sein. Auch Fragen, die wiederholt gestellt werden oder Geschichten, die in kurzer Zeit mehrfach hintereinander erzählt werden, können ebenfalls auf Demenz hindeuten. Eine Überprüfung durch den Facharzt ist unabdingbar, um etwaige neurologische Erkrankungen auszuschließen oder frühzeitig zu bremsen.
Wie wir unser Gedächtnis fit halten
Bewegung, insbesondere, die unsere koordinativen Fähigkeiten fordert, motiviert das Gehirn dazu, neue Synapsen zu bilden. Körperliches Training hält also geistig fit und jung.
Wir können unser Gehirn auch direkt trainieren. Lesen, musizieren oder handwerkliche Tätigkeiten sind hierfür ebenso geeignet wie eigens entwickelte Gehirnjogging-Programme oder das Lösen von Sudoku-Rätseln. Kommunikation und soziale Kontakte gehören ebenso zu den Faktoren, die unser Gedächtnis stärken und unseren Verstand anregen.
Zum Erhalt der geistigen Gesundheit trägt erholsamer Schlaf ebenso bei wie eine vitalstoffreiche Ernährung. Schließlich ist das Gehirn das Organ, das die meisten Mikronährstoffe benötigt. Unterstützung bieten auch Adaptogene – also natürlichen Pflanzenwirkstoffe.