Ursachen für Allergien
Allergien sind vor allem in den Industrieländern auf dem Vormarsch. Als Ursache werden u.a. ein veränderter Lebensstil und die damit verbundenen Ernährungsgewohnheiten angesehen, wie z.B. der häufige Verzehr von industriell hergestellten Lebensmitteln mit vielen Zusatz- und Konservierungsstoffen. Durch die keimfreie Zubereitung muss sich das menschliche Immunsystem nur noch selten mit Krankheitserregern in der Nahrung auseinandersetzen, was für uns zwar angenehm ist, uns aber gleichzeitig anfälliger für Allergien macht. Im Darm befinden sich fast drei Viertel aller Immunzellen – er stellt somit eine wichtige Barriere für Allergene dar. Eine gesunde Ernährung ist daher von großer Bedeutung!
Hinweis: Bei der Ernährung muss zwischen einer Nahrungsmittelallergie und einer Nahrungsmittelunverträglichkeit unterschieden werden. Bei einer Nahrungsmittelintoleranz ist das Immunsystem nicht beteiligt.
Allergien können jedoch vererbt werden. Das Risiko eines Kindes, eine Allergie zu entwickeln, liegt bei etwa 30 Prozent, wenn ein Elternteil allergisch ist, und sogar bei über 60 Prozent, wenn beide Eltern allergisch sind. Auch die (persönliche) Hygiene spielt im Zusammenhang mit Allergien eine besondere Rolle, denn zur vollständigen Ausbildung des Immunsystems gehört von Geburt an die Auseinandersetzung mit Keimen und Krankheitserregern. Bakterien und Keime finden sich überall in der Umwelt – in der Luft, im und am menschlichen Körper und überall dort, wo wir mit der Umwelt in Kontakt kommen.
Symptome
Allergien äußern sich meist durch juckende Haut, gerötete und gereizte Augen und eine laufende Nase. Die Ausprägung der Symptome ist individuell unterschiedlich. Weitere typische Symptome können sein Niesreiz, Atembeschwerden bis hin zu Asthmaanfällen, Engegefühl im Hals, Husten und Schwellung der Schleimhäute. In sehr schweren Fällen kann es auch zu einem anaphylaktischen Schock kommen. Auch allergieuntypische Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Durchfall oder Kopfschmerzen sind möglich.